Huflattich

Frühjahrsblüher Huflattich

 

Der Huflattich (Tussilago farfara) fällt auf mit seinen leuchtend gelben Blüten, die zu den ersten Farbtupfern im Frühjar in unserer Natur gehören. Sie öffnen sich bei Sonnenschein und können dann bevorzugt gepflückt werden. Er wächst gern an Wegrändern und an Ufern. Die Blätter der Pflanze wachsen erst nach der Blüte.

 

Verwendungsmöglichkeiten des Huflattich


Der Huflattich wird schon seit Jahrtausenden vor allem als Heilpflanze genutzt. Er ist insbesondere bekannt als unterstützend bei Husten aber auchbei veschiedenen Entzündungen. Er kann dabei innerlich als Tee, als Zutat in in Hustensäften oder auch äußerlich z. B. unter Verwendung zerriebener Blätter eingesetzt werden.
Auch die getrockneten und zerriebenen Blüten oder der Saft der frischen Blätter werden volksmedizinisch genutzt.

Als essbare Pflanze können sowohl die Blütenknospen, die Blüten, die Blätter als auch die Wurzeln des Huflattichs genutzt werden. Junge Blätter und Blüten können roh verzehrt werden, als essbare Dekoration oder in den verschiedensten Gemüsegerichten Anwendung finden. Auch die langen Blütenstengel sind gut für den rohen Verzehr geeignet. Besonders die Blüten aber auch die Blätter werden als Tee genutzt. Die relativ großen Blätter können beispielsweise für Blattrouladen verwendet werden.

 

Die Inhaltsstoffe des Huflattich


Der Huflattich enthält unter anderem Schleimstoffe, Inulin, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Polysaccharide, 17% Mineralstoffe, Phosphorsäure, geringe Mengen an Flavonoiden und ca. 0,02% Pyrrolizidinalkaloide.
Obwohl die Pflanze seit Jahrtausenden als Heilmittel und auch zum Verzehr genutzt wurde, ist ihr Einsatz aufgrund des Gehaltes an Pyrrolizidinalkaloide zumindest in der täglich zugelassenen Dosis begrenzt worden. Diese Alkoloide wirken sich möglicherweise gesundheitsschädlich und toxisch aus, insbesondere auf die Leber. Inzwischen wurden für die Verwendung in Heilmitteln Pflanzen gezüchtet, die frei von Pyrrolizidinalkaloiden sind. Allerdings gibt es auch Hinweise darauf, dass der Huflattich diesen Stoff nur bei schlechten Bedingungen wie Wassermangel oder Insektenfraß bildet. Für die Verwendung der Pflanze muss aus diesem Grund selbst die Verantwortung und die Einschätzung übernommen werden.

 


Hinweis: Die Informationen sind nicht im Sinne einer Empfehlung oder Beratung zu einer medizinischen Behandlung zu verstehen. Wenn Sie gesundheitliche Beschwerden haben konsultieren Sie einen Arzt oder Heilpraktiker.

Quellen:
"Essbare Wildpflanzen" S. G. Fleischhauer, J. Guthmann, R. Spiegelberger, AT Verlag 2010
http://www.heilpflanzenkatalog.net
de.wikipedia.org/wiki/Huflattich

 

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