Ayurvedische Ernährung

Was ist ayurvedische Ernährung?

 


Ayurveda (Sanskrit, Bedeutung: "das Wissen vom Leben") ist ein jahrtausende altes Heilsystem, das, ähnlich wie die traditionelle chinesische Medizin, auf der Lehre der Elemente beruht. Die Elemente können als eine Art Wirkprinzip verstanden werden, die in allen Bereichen der Schöpfung die Grundlage der Strukturen und Funktionen ausmachen. Will man in die Tiefe gehen, ist das System äußerst komplex, vielschichtig und kompliziert. Nicht umsonst gilt die Aussage, dass ein Leben nicht ausreichen würde, um Ayurveda zu lernen.

Aber dennoch ist es möglich, einen kleinen Überblick zu geben um einen Eindruck zu vermitteln, was eine ayurvedische Ernährung ausmacht. Bitte beachten Sie, dass hier die Betonung auf "kleiner Überblick" liegt.
Der Bereich der Ernährung ist ein Teil des Heilsystems Ayurveda. In der Gesamtheit gehört sehr viel mehr dazu, angefangen bei natürlichen Heilmitteln, über spezielle Behandlungen und Massagen, Kuren, bis hin zur Lebensweise, Verhalten und einigem mehr.

Im Ayurveda werden die fünf Elemente Erde, Wasser, Luft, Feuer und Raum/Äther in drei Prinzipien zusammengefasst. Dies sind die Doshas Vata (Luft und Äther), Pitta (Feuer und Wasser) und Kapha (Erde und Wasser). Jeder Mensch verfügt über eine eigene Zusammensetzung dieser Doshas in seinem Körper zu unterschiedlichen Teilen, das ergibt die individuelle Konstitution. Jeder der drei Doshas geht mit eigenen Eigenschaften, Körperbau, Funktionsweisen, Charakterzügen, Veranlagungen und damit auch Neigungen zu Störungen und Krankheiten einher. Die Doshas können im Körper in ein Ungleichgewicht geraten (durch die unterschiedlichsten Gründe und Einflüsse), woraus sich Störungen und letztendlich Krankheiten ergeben. Heilung geschieht, wenn die Störungen der Doshas wieder in ein gesundes Gleichgewicht gebracht werden. Dies ist das Grundprinzip des Ayurveda. Alle Maßnahmen dienen dazu, entweder präventiv die individuelle Harmonie zu erhalten, oder eine Störung zu regulieren.

Gleichermaßen werden alle Nahrungsmittel in dieses System der drei Doshas eingeteilt. Dies ist der erste Punkt, der die ayurvedische Ernährung ausmacht. Dabei gibt es jeweils Nahrungsmittel, die ein Dosha verstärken oder abschwächen. Auf diese Weise kann mit der Ernährung auf die Doshas des eigenen Körper Einfluss genommen werden. Ein entsprechend geschulter Ayurveda-Arzt oder Therapeut kann hier je nach vorliegender Konstitution und Störung Regeln für die persönlich angepasste Ernährung aufstellen bzw. empfehlen.

Grob kann man sagen, dass die Einteilung der Nahrungsmittel in das System der Doshas über die sechs Geschmacksrichtungen (Rasas) erfolgt. (Dabei gibt es aber Ausnahmen!). Ayurveda unterscheidet die Geschmacksrichtungen süß, sauer, salzig, scharf, bitter und herb/zusammenziehend. Die Zuordnung ist folgendermaßen:

Kapha vermehrend: süß, sauer, salzig
Pitta vermehrend: sauer, salzig, scharf
Vata vermehrend: scharf, bitter, herb/zusammenziehend

Die jeweils nicht zugeordneten Geschmacksrichtungen beruhigen andererseits das jeweilige Dosha. Zum Beispiel wird Pitta durch die Geschmackrichtungen süß, bitter und herb/zusammenziehend beruhigt d.h. reduziert.
Es wird empfohlen, zu jeder Mahlzeit, zumindest einmal am Tag alle sechs Geschmacksrichtungen zu sich zu nehmen. Dadurch wirk man positiv auf eine Harmonie der Doshas ein. Es sei denn, man hat gesundheitliche Störungen, die durch die Ernährung ausgeglichen oder zumindest nicht verstärkt werden sollen, dann gelten individuelle Regeln.

Die Qualitäten der Nahrungsmittel (Gunas) stellen eine andere Ebene der Einteilung von Nahrungsmitteln dar. Sie nimmt weniger direkt auf die Doshas, sondern in erster Linie auf die seelisch geistige Ebene des Menschen Einfluss. Da aber dies vom Körper nicht zu trennen ist, werden die Gunas sich auch körperlich auswirken. Die drei Gunas sind:

Sattva - fördert die Gesundheit, das Bewusstsein und die innere Entwicklung, Intelligenz und Harmonie. Dies sind vor allem Obst, Gemüse, Getreide, frische, biologische Lebensmittel, die reich an Lebensenergie und vorwiegend leicht sind.
Rajas - fördert Energie, Emotion, Aktivität, Agression, Unruhe. Vor allem scharfe Lebensmittel, stark und übermäßig gewürztes und gebratenes.
Tamas - bewirkt Dumpfheit des Geistes und Trägheit, Lethargie. Dies sind vor allem alte, abgestandene und stark verarbeitete, raffinierte Lebensmittel, alles sehr schwere, fettige und künstliche, tote Lebensmittel wie Fleisch.

Ein weiterer Aspekt der ayurvedischen Ernährung berücksichtigt die Kombinationen von Nahrungsmitteln untereinander. Es gibt Kombinationen, die sich schädich auf den Körper auswirken. Darunter fallen vor allem Kombinationen mit Milch. Am besten ist es, Milch generell separat von anderen Lebensmitteln zu sich zu nehmen.

Es gibt generell ungünstige und daher nicht empfehlenswerte Nahrungsmittel, die sich dadurch auszeichnen, dass sie alle drei Doshas stören. Darunter fallen insbesondere Tomaten.

Die Zubereitung einer Mahlzeit und die Verwendung der Gewürze spielen eine weitere wichtige Rolle. Die Zubereitung hat einen Einfluss auf die Qualität der Nahrung. Gewürze haben eine intensive Wirkung auf die Funktionen des Körpers, auf die Verdauung und viele andere Aspekte. Sie können z. B. die blähende Wirkung eines Lebensmittels neutralisieren, oder den Stoffwechsel und die Verdauungskraft stärken. Daher werden sie im Ayurveda bewusst eingesetzt.

Vielleicht ist Ihnen schon etwas aufgefallen: Ayurvedische Ernährung ist zutiefst individuell. Bis auf einige allgemeinen Regeln können hier wenig pauschale Aussagen gemacht werden. Die ist ein wesentliches Merkmal der ayurvedischen Ernährung! Die allgemeinen Regeln finden Sie unter denen, die ich bei Regeln einer guten Ernährung zusammengefasst habe. Sie sind ein sehr wesentlicher und äußerst wichtiger Bestandteil der ayurvedischen Ernährung und beziehen sich vor allem auf äußere Umstände, das Wie, Wann und Wieviel der Nahrungsaufnahme. Schon allein das nicht befolgen dieser Regeln kann zu gesundheitlichen Störungen führen!

Ausführliche Informationen zu den Doshas und ihren Eigenschaften, der Einteilung der Nahrungsmittel und ihre Wirkungen können Sie in zahlreicher Literatur nachlesen. Wenn Sie sich näher damit beschäftigen wollen, ist ein intensiveres studieren nötig. Um Ihre Ernährung individuell an Sie anzupassen, bedarf es des Wissens um Ihre Konstitution und Ihre Störungen, die nur von einem Ayurveda-Therapeuten bzw. einem Ayurveda-Arzt korrekt festgestellt werden können. Eine "Selbstdiagnose" ist in vielen Fällen falsch, auch wenn gern in der Literatur verschiedene Listen angeboten werden, um die eigene Konstitution zu bestimmen. Was sie immer machen können, ist, sich an die allgemeinen Ernährungsregeln zu halten, und sich möglichst ausgewogen, vielseitig, vollwertig und frisch zu ernähren.

.

Partner werden


Du möchtest mehr?

Interesse an einer geschäftlichen Zusammenarbeit? Als Partner profitierst Du von vielen Konditionen

mehr erfahren

10 Tage

Transformation


Bereit für DIE Transformation Deines Körpers?
Dein einfaches & effektives Superfood Programm für Detox, Fettabbau und mehr

jetzt starten!

Newsletter

anmelden

 

jetzt anmelden!